Durch einen terroristischen Angriff beim Wiener Opernball kommen 4000 Menschen ums Leben, unter ihnen auch der Sohn des TV-Reporters Kurt Frazer. Als der bekannte Journalist mit einer Kollegin die Ursachen und Hintergründe des Anschlags aufdecken will, führen ihn seine Nachforschungen in die höchsten Kreise.

So weit, so gut. Doch die Story ist grausamer, als es der Kurztext vorgibt. Die Gäste auf dem Opernball sterben bei einem Blausäure-Giftgas-Attentat wie die Fliegen und Frazers Arbeitgeber, der Sender "ETV", liefert die Live-Bilder.

Das ist der Stoff, aus dem der elf Millionen Mark teure Polithriller geschnitzt ist, und er riecht nach aufwändiger aber tumber Action, gestreckt auf zwei mal 90 Minuten. Die Katastrophe als Unterhaltung, der Walzer in den Tod.

Immerhin konnte für diese Geschmacklosigkeit in Dolby Surround (und sicherlich brillanten Bildern) ein ganz bekanntes TV-Gesicht gewonnen werden: Heiner Lauterbach. Im "Opernball" ist er wieder auf der Seite der Gerechten und Wahrheitsliebenden, sein "Faust" und sein "Dorn" (bei den "Eurocops") fuhren auf ähnlicher Schiene.