1933, kurz nach der Machtergreifung. Die Nationalsozialisten beginnen jüdische Orchester-Musiker zu "entfernen". Der weltberühmte, aus Polen stammende Violinist Bronislaw Huberman rettete 75 Betroffenen das Leben. Mit ihnen gründete er 1936 in Palästina das "Palestine Symphony Orchestra" und setzte musikalische Zeichen gegen den nationalsozialistischen Wahnsinn ...

Der für "Sound and Fury" (2000) oscarnominierte Regisseur Josh Aronson lässt in Interviews die seinerzeit beteiligten Musiker, unter anderem den Violinisten Itzhak Perlman und den musikalischen Leiter des "Israel Philharmonic Orchestra" Zubin Mehta, selbst zu Wort kommen. Ihre Erinnerungen - auch an die Rettung hunderter Leben vor dem Tod - leben in Aronsons Dokumentation wieder auf. In dramatischen Spielszenen erzählt der Filmemacher nicht nur von der Macht der Musik, sondern auch von dem Star-Geiger Bronislaw Huberman, dem rund 1000 Juden durch sein Engagement ihr Leben verdanken. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging aus dem Ensemble das bis heute weltweit renommierte "Israel Philharmonic Orchestra" hervor.



Foto: Rekord-Film/Courtesy of the Felicja Blumental Music Center Library/Huberman Archive