Der verheiratete irische Schriftsteller Oscar Wilde ist kein Unbekannter mehr, als er durch einen kanadischen Gast seines Hauses auf den Geschmack der Homosexualität gebracht wird. Während er mit seinen Theaterstücken literarische Triumphe feiert, geben sich bald immer jüngere Liebhaber bei ihm die Klinke in die Hand, bis er sich wegen Unzucht vor Gericht verantworten muss und zu zwei Jahren Zuchthaus mit Zwangsarbeit verurteilt wird.

Brian Gilberts "Oscar Wilde" ist ein ambitioniertes und facettenreiches Porträt des gleichnamigen Dramatikers und prototypischen "Dandy" mit Top-Besetzung. Bis in die Nebenrollen prominent besetzt, überzeugt hier besonders Stephen Fry in der Hauptrolle, die ihm auf den Leib geschrieben scheint. Für das ausgezeichnete Drehbuch zeichnete übrigens Julian Mitchell verantwortlich, der in seiner langen Karriere die Vorlagen für Filme wie "Arabeske" oder "Vincent & Theo".