Topper ist ein kleiner, sehr fröhlicher und recht fantasievoller Junge. Immer wieder erfindet er wahnwitzige Geschichten. Doch eines Tages passiert ihm etwas, was selbst für ihn unglaublich ist und ihn aus den Socken haut. Er findet einen alten, magischen Stift. Alles, was man mit dem Stift malt, erwacht zu Leben. Auch das große gelbe Nashorn, das Topper auf die Tapete seines Zimmers gezeichnet hat. Und was macht ein Typ wie Topper mit einem lebendigen Nashorn? Er ist vollkommen begeistert von seinem neuen "Haustier" und tauft es auf den Namen Otto. Doch dann stellt Topper fest, dass es nicht so einfach ist, ein so großes Tier in einer Etagenwohnung zu halten. Und schon sind der Hausmeister, die Polizei und die Feuerwehr hinter Topper und Otto her ...

Ole Lund Kirkegaard (1940-1979) gehört in Dänemark zu den Kinderbuchautoren, deren Werke bereits über Generationen hinweg gelesen und geliebt werden. So auch "Otto ist ein Nashorn" ("Otto er et næsehorn") von 1972. Es bildet die Grundlage zu dieser 3-D-Trickfilm-Variante. Regisseur Kenneth Kainz gelang eine entzückende, wenn auch recht einfache Umsetzung der Erzählung. Die 3-D-Effekte als solche sind gut, aber für die Story nicht notwendig. In Dänemark wurde die Verfilmung, die dort den Abschluss einer Trilogie bildet, zu der auch "Orla Frøsnapper" (2011) und "Gummi T" (2012) gehören, von Publikum und Kritikern gut aufgenommen und als "gemütlich-charmante Interpretation" gelobt. Ob die Geschichte auch ohne Kirkegaards guten Ruf und dem damit zusammenhängenden Nostalgiefaktor punkten kann, wird sie hierzulande unter Beweis stellen. Jüngere Zuschauer sind hier auf alle Fälle gut aufgehoben. Autor Kirkegaard starb einen ungewöhnlichen Tod: 1979 fiel er in einer kalten Winternacht in den Schnee, konnte nicht mehr aufstehen und erfror im Alter von nur 38 Jahren.



Foto: Kinostar