Hochsommer im Herzen Portugals, in der bergigen Region um Arganil. Hier werden im August Wildschweine gejagt, Waldbrände bekämpft, Prozessionen und Feuerwerke wechseln sich ab und natürlich wird wie überall im Süden in den lauen Abendstunden gefeiert, musiziert, gesungen und getanzt. In diesem Umfeld will eine Filmcrew ihr nächstes Werk in Angriff nehmen, doch leider mangelt es an dem nötigen Kapital ...

Einmal mehr ein reichlich abgedrehter und mehrfach preisgekrönter Mix aus Dokumentarfilm und Fiktion des gefeierten portugiesischen Filmemachers Miguel Gomes, der hier erneut sämtliche Genregrenzen und Erzählkonventionen missachtet. Immer spielt Musik eine wichtige Rolle, so auch hier, denn zeitweise fühlt man sich an ein Porträt portugiesischer Folklore-Bands erinnert. Über diese semi-dokumentarischen Beobachtungen hinaus gleitet der Film ganz allmählich in die Fiktion, bis Reales und Inszeniertes nicht mehr zu unterscheidenist: Neben einer Dreiecksgeschichte um Vater, Tochter und deren Cousi erzählt der Film von seinem eigenen Werden: Ein Filmemacher, der sich immer wieder selbst in Szene setzt, auf der Suche nach Darstellern, und sein unglücklicher Produzenten, der den Geldhahn zudreht.



Foto: Arsenal Institut