Der Fluch der Vergangenheit: Vor vielen Jahren war den amerikanischen Militärs ein vom Ebola-Virus befallenes Dorf in Afrika nur eine Bombe wert. Menschen tot, Virus auch? Nein, durch importierte Äffchen gelangt das Virus nach Amerika, und als Sam Daniels, ein Spezialist für solche Sachen, sich der Lösung des Problems zu nähern versucht, stößt er auf unerwartete Widerstände seitens des Militärs. General McClintock plädiert erneut für die völlige Auslöschung des Seuchenzentrums. Doch Daniels' Zivilcourage nimmt es mit der US-Army auf ...

In seiner Grundstruktur ist Petersens "Outbreak" ein perfekt inszenierter Thriller der Neunzigerjahre. Doch zeigt diese Struktur feine Risse, die auf die Entstehungsgeschichte des Films zurückzuführen sind. Als Petersen loslegen konnte, arbeitete Ridley Scott ("Blade Runner") bereits mit großem Staraufgebot (Robert Redford, Jodie Foster) an einem Film zum gleichen Thema. Doch Petersens Produktion ging dermaßen flott voran (das Drehbuch wurde mitunter nachts für den nächsten Tag fortgeschrieben), dass Scott entnervt aufgab. Als Konsequenz macht allerdings "Outbreak" zumal in seinem zweiten Teil einen etwas gehetzten Eindruck. Wo am Anfang noch epischer Atem und Humor herrschen, muss am Ende alles hopplahopp gehen. Noch während der Film mit gigantischem Erfolg in den USA lief, brach in Afrika tatsächlich eine schwere Ebola-Epidemie aus.

Foto: Warner