Nicolas Vater möchte das Stück Land in Sizilien kaufen, das er sein Leben lang bewirtschaftet hat. Doch der Großgrundbesitzer in Palma di Montechiaro setzt beständig den Preis dafür hoch. So wird Nicolas Vater ihn nie bezahlen können. Um dem Vater zu helfen, macht Nicola sich auf nach Wolfsburg. Als Gastarbeiter will er genug Geld verdienen, um den Preis bezahlen zu können, den der Großgrundbesitzer verlangt. Aber Deutschland ist für ihn ein Albtraum. Er ist Vorurteilen ausgesetzt, leidet unter sprachlicher Isolation, Schichtarbeit, Einsamkeit und Heimweh. Als er sich in Brigitte verliebt und mit ihr zusammenkommt, scheint all das erträglich. Aber als sie ihn verlässt, stürzt er endgültig ab. Sein Frust entlädt sich in einer dramatischen Tat, für die er sein Leben lang wird büßen müssen ...

Regisseur Werner Schroeter drehte 1980 dieses mit dem Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele ausgezeichnete Drama, das mit einer Laufzeit von drei Stunden allerdings einiges an Sitzfleisch abverlangt. Schroeder schildert am Beispiel des Sizilianers Nicola, der von Nicola Zarbo in seinem einzigen Filmauftritt recht hölzern verkörpert wird, wie das "Gelobte Land" Deutschland für einen Fremden, an dem Einsamkeit und Kälte nagen, zur Hölle wird und ihn schließlich zum Mörder werden lässt. Dabei bedient sich der Regisseur einer ausgeprägten Bildsprache, indem er im ersten Teil seiner Arbeit das sizilianische Leben in hellen, farbenfrohen Bildern vermittelt, während im zweiten Teil das Leben in Deutschland nur kalt und trostlos erscheint.

Foto: Filmgalerie 451