Adrien ist 19 Jahre alt. Seit einem Coup, für den er mit fortlaufend nummerierten Banknoten bezahlt wurde, hat er Angst, von der Polizei geschnappt zu werden. Nach einer sechsmonatigen Irrfahrt durchs Land kreuzt er bei seinem Vater Clément auf, den er seit vier Jahren nicht gesehen hat. Clément lebt mit der jungen, labilen Louise zusammen, die völlig naiv von einer großen Karriere beim Fernsehen träumt. Louise verliebt sich in den wortkargen 19-Jährigen, und er wird ihr Liebhaber. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit Clément, dem sie vorwirft, sich gar nicht wirklich für ihr Glück zu interessieren, zieht Louise zu Adrien in ein besetztes Haus. Doch auch dort hält sie es schon bald nicht mehr aus...

Ein gut besetztes und gespieltes Liebesdrama von Olivier Assayas ("Das Ende der Unschuld"), der hier die Lebenswege dreier Personen nachgezeichnet, die sich überkreuzen, parallel laufen und schließlich auseinanderdriften. In der Rolle des desillusionierten Vaters besetzte Assayas Truffauts alter ego Jean-Pierre Léaud, mit dem er später auch in "Irma Vep" zusammenarbeitete. Als Adrien ist Thomas Langmann, Sohn des Regisseurs Claude Berri ("Germinal", "Am Rande der Nacht"), zu sehen, Judith Godrèche ("L' auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr") überzeugt als karrieregeile Kokserin, die ihr Fähnchen immer schön in den Wind hält.