Neapel ist eine Stadt der Extreme, ein Schmelztiegel voller Gefahr (Stichwort Camorra), aber auch voller Schönheit und der typisch neapolitianischen Musik, die von französischen und arabischen Einwandern und den so genannten italienischen Cantautoren beeinflusst wurde und Klassiker wie etwa Totòs "Malafemmena" hervorbrachte.

John Turturro, Sohn einer Sizilianerin und eines Pugliesen, gilt als großer Fan der Stadt in Kampanien, die leider auch immer wieder mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam macht. In seinem Dokumentarfilm zeigt Turturro das Leben im heutigen Neapel, arbeitet Studioaufnahmen ein, vereint neu eingespielte Songs mit Archivaufnahmen, etwa von Sergio Bruni, Massimo Ranieri, Angela Luce und Renato Carasone, und gibt einen Überblick der neuen musikalischen Entwicklungen. Allerdings vermisst man bei aller "Passione" (Leidenschaft) Turturros für das Liedgut seiner Vorfahren den roten Faden. Zu zusammen gewürfelt erscheint seine Regiearbeit, so dass es stellenweise schwer fällt, den Überblick zu behalten.





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