Der Stoff basiert auf einer wahren Geschichte: Hunter Adams denkt an Selbstmord. Freiwillig geht er deshalb in die Nervenklinik, um sich behandeln zu lassen. Doch Hilfe findet er nicht bei den teilnahmslosen Ärzten, sondern bei den Bekloppten. Und bei sich selbst, denn er merkt: Anderen zu helfen ist für ihn die beste Medizin. Hunter beschließt, Arzt zu werden. Doch schon von Anfang an eckt er bei den extrem konservativen Uni-Leitern an. Am Ende soll er wegen unerlaubten Praktizierens von der Uni fliegen ...

Das ist eine Rolle, wie Robin Williams sie mag. Zwar hat er etwa in "Good Will Hunting" auch bewiesen, dass er subtilere Töne draufhat, doch meist macht er halt doch lieber den Kasper. So kann er hier wieder nach Herzenslust herumalbern und -blödeln und zwischendurch deftig auf die Tränendrüse drücken, zum Beispiel, wenn er mit roter Gumminase (haha, wie lustig!) vor krebskranken Kindern den Clown macht. Unterstützt wird er dabei nicht allein von der grauenvollen, nichtsdestotrotz oscar-nominierten Schmalzmusik von Marc Shaiman. Auch Regisseur Tom Shadyac, bei "Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv" oder "Der verrückte Professor" eher für Fäkalhumor zuständig, lässt keine Gelegenheit aus, seinem Publikum ein paar Schluchzer abzuquetschen. Geradezu holzhammerpenetrant ist das Ende, wo die Ausschlußsitzung gegen Hunter "Patch" Adams in eine Endlos-Predigt über die menschlichen Seiten des Arztseins mündet. Dass solche Schnulzen ihr Publikum finden, ist indes nach wie vor keine Überraschung: Das schale Werk spielte in den USA über 130 Millionen Dollar ein.

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