Als die Wikinger plündernd und brandschatzend über die Neue Welt herfallen, lassen sie bei einem Raubzug einen Jungen zurück. Der wird nun von Indianern unter dem Namen Ghost großgezogen. 15 Jahre später kehren die normannischen Krieger zurück und meucheln den Stamm von Ghost brutal ab. Fortan kennt Ghost nur ein Ziel: Rache an den Mördern, die seine Verwandten sind...

Der deutsche Action-Filmer Marcus Nispel ("Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre") nahm sich den gleichnamigen Die Rache des Fährtensuchers des Norwegers Nils Gaup vor und transportierte die mythische Sage von mutigen Samen, der sich gegen die brutalen Tschuden zur Wehr setzt, auf den nordamerikanischen Kontinent. Das hätte durchaus funktionieren können, wenn Nispel dabei nicht zu sehr auf blutrünstige, martialische Effekte gesetzt hätte und mit weniger Anachronismen eine glaubwürdigere Geschichte erzählt hätte. So verkommt das Ganze leider nur zu einem meist albernen, zudem viel zu dunklen Abschlacht-Spektakel ohne Sinn und Verstand. Da nützt auch die Besetzung des Ex-AIM (American Indian Movement)-Aktivisten Russell Means wenig.

Foto: Fox