Pauline ist 66 Jahre alt und geistig behindert. Sie lebt zusammen mit Martha, einer ihrer drei Schwestern, die sich liebevoll um sie kümmert. Als Martha plötzlich stirbt, vermacht sie ihren beiden anderen Schwestern Paulette und Cécile ihr Erbe - allerdings nur unter einer Bedingung - dass eine der beiden Pauline bei sich aufnimmt.

Eine starke Story des belgischen Regisseurs Lieven Debrauwer, der sich hier äußerst sensibel und vorurteilsfrei mit dem Thema Behinderung und alte Menschen auseinander setzt. Darüber hinaus beschäftigt sich Debrauwer allerdings auch mit der oft überforderten und hilflosen Umgebung von kranken oder behinderten Menschen. Dabei kommt er zu dem leisen Schluss, dass die Liebe größer ist als die Last, an der man im Zusammenleben mit einem behinderten Menschen trägt. Um die Darstellung seiner Hauptfigur so realistisch wie möglich zu gestalten, verbrachte Autor und Regisseur Lieven Debrauwer als Volontär Zeit mit Behinderten und setzte sich auch intensiv mit deren Betreuern auseinander. Diese Recherchearbeit inspirierte Szenen seines Films, dessen zuweilen tragischer Realismus immer wieder von einem humoristischen Unterton begleitet wird.