1941: Rafe (Ben Affleck, Foto) gilt als Ass unter den jungen Piloten seiner Einheit. Deshalb lässt er seine Freundin Evelyn in den USA zurück und zieht nach Europa in den Krieg. In Pearl Harbor trifft Evelyn auf Rafes besten Freund Danny. Als die Nachricht eintrifft, dass Rafe im Kampfeinsatz gefallen sei, will Danny die schöne Evelyn trösten. Daraus entwickelt sich aber mehr als bloße Freundschaft. Als dann der Totgeglaubte wieder auftaucht, wird das Seelenleben aller Beteiligten mächtig durcheinander gewirbelt. Dann greifen überraschend auch noch die Japaner den Pazifik-Stützpunkt der Amerikaner an ...

Da haben sich die Blockbuster-Meister Jerry Bruckheimer und Michael Bay ("Armageddon - Das jüngste Gericht") wohl gedacht, was bei "Titanic" funktioniert hat, könnte auch bei "Pearl Harbor" klappen: Eine schmalzige Liebesgeschichte und eine geschichtsträchtige Katastrophe müsste sich doch vortrefflich Kommerz-Kino-mäßig ausbeuten lassen. Doch weit gefehlt: Die Story ist hohl und zu deutlich nach bekannten Schema konstruiert und bei den Spezial-Effekten wechseln sich gute und schlechte ab. Erstaunlich auch, dass bei dem ganzen Geballer kaum ein Tropfen Blut fließt. Da war das japanisch-amerikanische Gemeinschaftswerk "Tora! Tora! Tora!" wesentlich besser. Einen Oscar gabs 2002 trotzdem: für die besten Sound-Effekte.

Foto: Touchstone Pictures/Jerry Bruckheimer