Peer Gynt ist ein Lebemann, der hofft, dass ihn die wahre Liebe von seiner Lebensgier und Todessehnsucht erlöst. So begibt er sich auf die Suche und findet schließlich die anmutige Solveig. Dennoch empfindet Peer eine innere Leere. So schummelt er sich weiterhin durchs Leben und erkennt zu spät, dass er das eigentliche Leben vor lauter Egoismus und Selbstverwirklichung offenbar verpasst hat...

Regisseur und Drehbuchautor Uwe Janson präsentiert mit dem Ibsen-Klassiker nach Brechts "Baal" und Wedekinds "Lulu" erneut die Verfilmung eines Theaterstücks. Diesmal drehte er jedoch nicht auf der Bühne, sondern vornehmlich im freien, hier auf der Insel Usedom. Mit starken Darstellern - allen voran Robert Stadlober als "Faust des Nordens" - und verkürztem Inhalt (das Theaterstück dauert etwa vier Stunden) beschränkt sich Janson auf die großen Themen "Sinn des Lebens", "Liebe" und "Tod" und bricht dabei die Tragik oft mit humorvollen Szenen.

Foto: Salzgeber