Absonderliches aus dem Spätmittelalter: Schon mancher Verbrecher wurde als "Schwein" tituliert, bei diesem hier ist das nicht nötig. Denn ein waschechtes Borstentier ist des Mordes an einem Kind angeklagt. Der junge, ehrgeizige Advokat Courtois soll die Verteidigung des Tieres übernehmen. Zunächst findet er an der sinnlosen Aufgabe keinen Gefallen. Doch als er sich mit dem Fall näher befaßt, stößt er auf Ungereimtheiten...

Diese absurde Mär ist beileibe nicht die Erfindung eines geisteskranken Drehbuchautors. So etwas hat es tatsächlich gegeben! Ähnlich wie "Der Name der Rose" beschwört der ungewöhnliche Historien-Thriller eine bizarre Atmosphäre herauf. Die "Washington Post" beschreibt das treffend: "Der Film, der wie eine inspirierte Zusammenarbeit von Peter Greenaway und Monty Python wirkt, ist vieles: eine große Satire, eine Komödie, ein Liebesfilm und ein kurzweiliger Mittelalter-Krimi mit ironischen Betrachtungen zu Provinzialismus, Aberglaube, Antisemitismus und Scheinheiligkeit."