Der reiche Börsenmakler und Waffensammler Patrick Claes wird in seinem Haus überfallen. Die Einbrecher plündern seine Sammlung antiker Pistolen - und mit ihr eine CD-ROM, auf der seine Geschäfte mit der Russenmafia dokumentiert sind. Als kurz danach Claes' Ehefrau Judith verschwindet und die Spur zu einem Sex-Club führt, hat Ermittler Pieter Van In das Gefühl, in einer Schlangengrube gelandet zu sein ...

Nach der 1999 erstmals erschienenen Bestseller-Vorlage ("Het Dreyseincident") des flämischen Autors Pierre Aspe (eigentlich Pierre Aspeslag) drehte Jan Matthys diesen spannenden Kriminalfall, der allerdings etwas zäh wirkt, wenn man die Krimis bereits gelesen hat. Dennoch: das beschauliche Ambiente Brügges und die sympathischen Charaktere bergen Unterhaltungspotenzial. Der Antwerpener Charakterdarsteller Herbert Flack ("Eine Familie zum Knutschen", "Priester der Entrechteten") gibt hier gekonnt den ruhigen Ermittler, der erst denkt, bevor er handelt. Von 2004 bis 2009 war Flack in insgesamt 62 Folgen der erfolgreichen belgischen Krimi-Reihe zu sehen.

Foto: ZDF/Marianne Houzet