Erzählt die Geschichte der Protagonisten Carolina Tohá, Alejandro Goic und Enríque Paris, die als Studentenführer eine führende Rolle bei den Protesten gegen das Regime unter Augusto Pinochet spielten und zum Ende der Diktatur beitrugen. Fast drei Jahrzehnte lang hat der Putschist Pinochet für Chile die Figur des autoritären Vaters verkörpert - der Führer, der sein Volk liebt, aber streng mit ihm umgehen muss, um es zu retten. Eine ganze Generation von Chilenen hat unter dieser unerwünschten und mörderischen Vaterschaft gelitten.

Regisseurin Rodríguez, selbst ein Kind jener Zeit, zeichnet im Film ein Bild des Diktators aus der Perspektive ihrer Generation. Die jungen Leute von damals verstehen sich heute als Repräsentanten der jüngeren Vergangenheit Chiles und zugleich als Träger für die Zukunft und damit als "Kinder Pinochets". Rodríguez gewann mit ihrer Abschlussarbeit an der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) "Konrad Wolf" den Babelsberger Medienpreis für den besten Absolventenfilm in der Kategorie Dokumentation. In der Laudatio der Jury hieß es: "Der Film ist ein kleines Wunder. Trotz oder gerade wegen des bewussten Verzichts auf technische Effekte und filmästhetische Lichtgestaltung, entwickelt der Film eine beeindruckende Kraft und starke Emotionalität. Was wie ein Dokumentarfilm über ein groteskes Managerseminar beginnt, entwickelt sich zu einer Reise in die Tiefen der menschlichen Seele - und das auf überraschende und äußerst unterhaltsame Weise."