College-Student Chris Taylor findet es ungerecht, dass sich in Vietnam nur Arme oder die Angehörigen von Minderheiten für Uncle Sam schlagen - und sterben. Er meldet sich freiwillig an die Front. Schon bald stellt Chris entsetzt fest, dass hier niemand für Amerikas Ehre kämpft; in dem dreckigen Krieg geht es nur ums Überleben um jeden Preis. Es dauert nicht allzu lange, und der desillusionierte Ex-Idealist hat ebenfalls Blut an den Händen ...

Ein schonungsloser Antikriegsfilm, den Oliver Stone nach eigenen Kriegserlebnissen inszenierte, war der Regisseur von 1967 bis 1968 doch einfacher Soldat der 25. Infanteriedivision in Vietnam. "Ich wollte die Alltagsrealität eines 19-jährigen Jungen beschreiben, der noch nie im Dschungel gekämpft hatte. Die Geschichte des Films basiert auf Erfahrungen, die ich in Vietnam, dort in drei verschiedenen Kampfeinheiten, gemacht habe. Die Charaktere der Soldaten sind Leuten nachgezeichnet, die damals mit mir dienten", sagt Stone. Das Drehbuch hatte Stone bereits 1975 geschrieben, die Verfilmung konnte jedoch erst 1986 beginnen, nachdem mit Derek Gibson und John Daly zwei Produzenten zugesagt hatten. Gedreht wurde auf den Philippinen, die Schauspieler wurden von dem Ex-Marine-Captain Dale Dye in einem 13-tägigen Intensivkurs unter schwersten Bedingungen ausgebildet. Das Ergebnis konnte sich sehenlassen: "Platoon" wurde international gefeiert und mehrfach ausgezeichnet. Golden Globes gab es in den Sparten bester Film, beste Regie und beste Nebenrolle (Tom Berenger). Dazu kamen Oscars für den besten Film, die Regie, den Schnitt und den Ton.

Foto: Orion Pictures Cooperation