Sebastian, John und Alex sind gemeinsam auf Shopping-Tour, als sie von einer Gruppe schwarzer Jugendlicher beschuldigt werden, dem Bruder eines der Wortführer das Handy geklaut zu haben. Eingeschüchtert lassen sich die drei überreden, mit zu dem Bruder zu gehen, um die Angelegenheit zu klären. Doch der kurze Weg entwickelt sich zu einer Odyssee durch die ganze Stadt, die damit endet, das den dreien ihre Telefone, teure Klamotten und John seine kostspielige Klarinette abgenommen werden. Die Gewinner hingegen leisten sich eine Pizza ...

Der schwedische Regisseur Ruben Östlund inszenierte nach eigenem Drehbuch diese provokante, aber auch ein ein wenig plakative Drama, das auf einer wahren Geschichte basiert, die sich in Göteborg zugetragen hat. Dort wurden einer Gruppe von 12-14jährigen Migranten zahlreiche Raubzüge auf Kinder nachgewiesen. Diese waren zwar keiner körperlichen Gewalt, aber psychischer Gewalt in einer Art "Rollenspiel" ausgesetzt, das sie schließlich dazu brachte, ihre Wertgegenstände herauszurücken. Mit gut aufgelegten Laiendarstellern gedreht, setzt Östlund allerdings allzu sehr auf eine statische, gewöhnungsbedürftige Kamera. So kommt es schon einmal vor, dass der Zuschauer der Handlung nicht mehr folgen kann, da die sich außerhalb der Kameraeinstellung vollzieht.



Foto: Fugu