Der gealterte Buchladenbetreiber Murray hat zweifelsohne schon bessere Zeiten gehabt und sein mittelloser Freund, der Florist Fioravante, fühlt sich derzeit ziemlich einsam. Deshalb kommt Murray eine, wie er findet, famose wie geniale Idee.

Er will beider Geldbeutel füllen, indem er seinen Kumpel an die Hautärztin Dr. Parker vermittelt. Denn von der weiß er, dass sie gerne mal mit ihrer Geliebten Selima einen flotten Dreier ausprobieren würde. Dafür müsste Fiovarante doch der Richtige sein. Das aber ist der Anfang eines erfolgversprechenden Unterfangens, das den finanziellen Ruin des Buchladens verhindern könnte.

"Bongo" und "Virgil"

Als "Bongo" und "Virgil" versuchen die beiden, in der Welt der Prostitution Fuß zu fassen. Während Murray die Kunden heranziehen will, muss Fioravante lediglich den italienischen Liebhaber geben. Tatsächlich prasseln die Angebote bald nur so auf die beiden nieder. Offenbar wollen viele Vertreterinnen der Damenwelt die pikanten wie exquisiten Liebeskünste vom feurigen Fioravante kennenlernen. Doch der fühlt sich schnell reichlich überfordert. Doch richtig heikel wird es, als die Liebe dazwischen funkt ...

Schreiend-komische Szenen

Auch wenn dieser Film unter der Regie von Schauspieler und Woody-Allen-Fan John Turturro entstand, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man es mit einem waschechten Woody-Allen-Film zu tun hat. Denn der New Yorker Komiker übernahm in Turturros Arbeit nicht nur höchstselbst die Rolle des Buchhändlers und Möchtegern-Zuhälters Murray, sondern die ganze Machart atmet die Atmosphäre eines typischen Allen-Streifens; zumal er als Hauptdarsteller wie in vielen seiner eigenen Filme auch hier als Stadtneurotiker für mitunter schreiend-komische Szenen zwischen gnadenloser Hysterie und absoluter Hilflosigkeit sorgt.

Dank erstklassiger Dialoge, einer wundervollen, fast schon märchenhaften Grundidee und einer unprätentiösen Regie von "Gigolo" Turturro sorgt dieser manchmal etwas lang geratene Spaß für witzige Unterhaltung.