"Blue dream" - so heißt die Fernfahrerkneipe im Brandenburgischen, die im Mittelpunkt dieses Kriminalfalls steht. Auf den großen Aufschwung hoffend, hat Inhaberin Hanne Haller die Gaststätte nach der Wende für teures Geld renovieren lassen. Dabei hat sie sich reichlich verschuldet. Das Geschäft läuft allerdings nicht so wie gedacht - in der Nähe hat sich die Konkurrenz breitgemacht. Doch die verschlafene Kleinstadt bewegt etwas ganz anderes: Man munkelt, daß irgendwo ein illegales Waffenlager versteckt sein soll. Als Natalie Schuster, Kellnerin im "Blue dream", erschossen wird, rätseln die Leute, ob es da eine Verbindung gibt oder ob Eifersucht im Spiel ist. Hauptkommissarin Tanja Voigt soll den Fall gemeinsam mit ihrem jungen Kollegen, Kommissar Jens Hofmann, lösen.

Weil unter den TV-Ermittlern die Herren in der Übermacht waren, führten ORB und SFB 1993 mit Tanja Voigt eine weitere Frau in das Bildschirm-Krimigeschehen ein. Keine Schicki-Micki-Mieze, sondern eine Frau mit halbwüchsigem Sohn und ganz alltäglichen Problemen. Nach einer Idee der Krimiautorin Tom Wittgen inszenierte Bodo Fürneisen ein spannendes psychologisches Kammerspiel.