Während Schmücke wegen seiner Schussverletzungen noch ans Krankenbett gefesselt ist, haben Herbert Schneider und Nora Lindner bereits ein neues Verbrechen aufzuklären. Eine junge Frau wurde von einem Auto überfahren. Der Täter beging Fahrerflucht. Erste Indizien scheinen auf einen Mord aus Eifersucht hinzudeuten. Ein Zeitungsartikel rückt den Anschlag am nächsten Morgen allerdings in ein ganz anderes Licht. Walter Klaue, ein Journalist eher zweifelhaften Rufs, kündigt darin umfassende Enthüllungen über einen Filz aus Politik und Wirtschaft an. Er behauptet, dass die junge Frau sterben musste, weil sie reden wollte ...

Regisseur Dror Zahavi ("Mein Leben - Marcel Reich-Ranicki", "Kehrtwende") setzte diesen gut besetzten und inszenierten Krimi nach einem Buch von Hans-Werner Honert in Szene, der für Zahavi schon die Vorlage für das Historiendrama "Der Uranberg" schrieb. Jaecki Schwarz alias Herbert Schmücke kuriert hier zunächst seine Verletzungen aus, die er in dem "Tatort" "Polizeiruf 110 - Ein todsicherer Plan" erlitten hat, doch auch seine Genesung vermag den arg konstruierten und daher nur leidlich spannenden Krimi nicht aufzuwerten. Klasse sind allerdings Misel Maticevic als Staatsanwalt und Henry Hübchen als undurchsichtiger Reporter.

Foto: MDR/Andreas Wünschirs