Kommissar Hanns von Meuffel verschlägt es aufs Land - dahin, wo seine Assistentin Anna Burnhauser her kommt: in ein kleines Dorf an den Rand der Bayerischen Alpen. Dort ist vor vielen Jahren ein Mord passiert, doch der Beschuldigte Xaver Edlinger wurde seinerzeit aus Mangel an Beweisen frei gesprochen. Jetzt gibt es neue Erkenntnisse und Xaver Edlinger soll plötzlich doch der Mörder sein. Allerdings kann Edlinger nicht angeklagt werden, denn auch für ihn gilt der Rechtsgrundsatz, dass kein erneutes Verfahren eröffnet werden kann, wenn schon einmal ein Freispruch ergangen ist. Es sei denn, der Mörder gesteht seine Tat oder eine andere Person hat einen Meineid geleistet ...

Dies ist nach "Polizeiruf 110 - Denn sie wissen nicht, was sie tun" der zweite Krimi, den Regisseur Hans Sebastian Steinbichler mit Matthias Brandt als Münchner Hauptkommissar von Meuffels in Szene setzte. Doch auch dieser dritte Fall kann nicht überzeugen, nachdem schon "Polizeiruf 110 - Cassandras Warnung" als Mix aus Experimentalfilm und Kasperl-Theater den Zuschauer schnell überforderte. Denn "Schuld", inszeniert nach der Vorlage von Stefan Kolditz ("An die Grenze", "Dresden"), kommt einfach zu unglaubwürdig und wirr daher. Da kann auch der gefeierte Charakterdarsteller Matthias Brandt mit seiner Kollegin Anna Maria Sturm nicht viel retten.

Foto: BR/Jürgen Olczyk