Sommer, Ende der Sechziger Jahre: Die sexuelle Revolution ist im vollen Gange, im Kino laufen die einschlägigen Oswald-Kolle-Filme, als der ständig in Geldnöten steckende Freddie aus München eine außergewöhnliche Idee hat. Warum nicht einfach einen "Aufklärungsfilm" drehen, um endlich die chronisch leere Brieftasche aufzufüllen? Zumal er als Nachtwächter bei einer Bank mal eben 10000 Mark geklaut hat. Kurzerhand weiht Freddie seinen Bruder, den Polizeianwärter Bennie, ein. Der Freizeitfilmer soll die Regie übernehmen. Doch die Dreharbeiten gestalten sich bald viel schwieriger als vermutet...

Regisseur Marc Rothemund gilt als einer der ambivalentesten Filmemacher Deutschlands. Er drehte ausgezeichnete Werke wie "Die Hoffnung stirbt zuletzt" und das für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominierte Drama "Sophie Scholl - Die letzten Tage". Allerdings legte er mit "Harte Jungs" und "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" auch Filme vor, die man getrost vergessen kann. In diese Kategorie passt auch die vorliegende Komödie, die zwar namhaft besetzt und stellenweise gar nicht schlecht gespielt ist, der es aber nicht gelingt, den damaligen Zeitgeist einzufangen und mit vielen zotenhaften Witzen daherkommt.

Foto: Constantin Film