Der Held des blutigen Geschehens ist ein Typ in einem abgerissenen Anorak: Arano. Sein Gesicht ist unbeweglich, Emotionen scheint er nicht zu kennen. Aber er hat ein Ziel: alle "überflüssigen Elemente" zu liquidieren. Und derer gibt es viel in Tokio. Durch Zufall begegnet er dem Gangsterboss Kamijo, der ihn für seine Zwecke einspannen will. Wer ist nun dieser Clint Eastwood aus dem Lande Nippon? Handelt er in höherer Mission oder ist er schlichtweg debil?

Sein Film sei kein Pornofilm, beteuert Regiedebütant Toshiaki Toyoda, und der Titel sei auch eher Zufall. Sex erwartet den Zuschauer also nicht, dafür gibt es aber Gewaltszenen en masse: Wie Sternschnuppen fallen da die Messer vom Himmel und das Interieur der Räume wird im Showdown so geschmackvoll mit Leichen drapiert, als würde die Kamera ein Stilleben malen. Auf die Frage, welcher Sinn sich hinter seinem Helden verbirgt, antwortete Toyoda, die Story hätte mit der Gewalt in Tokio zu tun. Dort würden alle Schüler ein Messer besitzen. Wenn sie damit andere verletzen, meinen sie im Grunde sich selbst - da sie nichts mehr spüren würden. Doch ob diese Message das europäische Publikum erreicht, ist fraglich. Was bleibt ist ein befremdlich wirkender Film, von dem man ahnt, dass er mehr sagen will, als man begreift.