Prag im September 1989: Hunderte von ausreisewilligen DDR-Bürgern haben sich in die bundesdeutsche Botschaft geflüchtet. Bettina und ihr Mann Stefan sind auf Hochzeitsreise in Prag. Dort offenbart Stefan der völlig perplexen Bettina, dass er von langer Hand geplant hat, in die bundesdeutsche Botschaft in Prag zu gelangen. Bettina soll in die Botschaft fliehen, während Stefan ihren gemeinsamen Sohn Felix nachholt. Währenddessen steigt die Zahl der Flüchtlinge in der Prager Botschaft rasend an. Trotz aller Bemühungen des Botschafters und des Auswärtigen Amtes ist eine diplomatische Lösung der sich abzeichnenden humanitären Katastrophe noch nicht in Sicht...

Die Verquickung historischer Ereignisse mit sentimentaler Fiktion hat als Spielfilmkonzept meist bestens funktioniert, man denke nur an "Das Wunder von Lengede", "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei", "Die Sturmflut" oder "Dresden". So nahm sich Regisseur Lutz Konermann ("Lieber Brad") hier die Geschehnisse in und um die Prager Botschaft vom Sommer 1989 an, die schließlich zum Mauerfall, zur Wiedervereinigung Deutschlands und zum Ende des Kalten Krieges führten. Allerdings verzichtet Konermann auf viele historische Fakten zugunsten der persönlichen Geschichte seiner Protagonisten.