Der idyllische Kneippkurort Buckow in der Märkischen Schweiz, rund 50 Kilometer östlich von Berlin in Brandenburg gelegen: Hier leben die drei Freunde Tino, Oli und Nico, die sich mehr schlecht als recht durch die dörfliche Tristesse schlagen. Nico hat seine Ausbildung abgebrochen, ist vorbestraft und träumt von einer Karriere als HipHop-Künstler, während Tino unbedingt seinen Hauptschulabschluss machen möchte - wenn er nicht gerade auf seiner MotoCross-Maschine die Gegend unsicher macht. Der dritte im Bunde, Oli, arbeitet in einem Klub. Sein größter Wunsch: Eines Tages einen eigenen Szene-Laden zu eröffnen...

Recht trostlos geht es zu in dem realistisch gezeichneten Drama des Regieduos Bartosz Werner und Irma-Kinga Stelmach, das sie nach eigenem Buch inszenierten und mit Laiendarstellern besetzten. Mit der Kamera immer auf Tuchfühlung zu ihren Protagonisten, zeigen Werner/Stelmach den Alltag dreier "Gangstar", der von Sprachlosigkeit gegenüber ihren Eltern geprägt ist und den sie mit HipHop-Musik, Partys, Drogen und kleinen Schlägereien aufwerten. Einmal mehr ein Stück ostdeutscher Tristesse, die allerdings ebenso im Westen Deutschlands anzutreffen ist. Wer sich dies allerdings im Kino anschauen soll, bleibt fraglich.

Foto: defa-spektrum