Schüler Jonas ist frisch verliebt, zum ersten Mal hat er mit seiner Freundin Delphine geschlafen. Als er sich auf ein besonders schweres Schulexamen vorbereitet, erklären sich die beinahe doppelt so alten Pierre, Didier und Nathalie, die in Abwesenheit von Jonas' Mutter auf den Jungen aufpassen, bereit, ihm bei seinen Vorbereitungen zu helfen. Was Jonas zunächst nicht ahnt: Die Hilfe beschränkt sich nicht nur auf Algebra, Camus und Stickstoffverbindungen, sondern wächst sich immer mehr zur Nachhilfe in Sachen Sexualität aus ...

Regisseur Joachim Lafosse, der mit seinem Koautor François Pirot 2006 schon das verstörende Drama "Privatbesitz" vorlegte, inszenierte dieses Genrewerk mit komödiantischen Elementen zwischen Aufklärungs- und Missbrauchsfilm. In ruhigen Bildern, die immer wieder bei dem jungen Jonas Bloquet (der in seiner ersten Schauspielerrolle überzeugt) verweilen, werden die vermeintlichen Freunde bald zu pädophilen Tätern, die das Vertrauen des Jungen mehr und mehr missbrauchen.

Foto: Pro-Fun