England 1992: Paul, Maggie, Irene und Andy waren zusammen auf der Universität. Jung und idealistisch haben sie sich der britischen New-Labour-Bewegung angeschlossen. Jetzt kämpfen sie - teils miteinander, teils gegeneinander - für den Sieg ihrer Partei und damit für das Projekt "Machtwechsel".

Peter Kosminskys politisch hoch brisanter und auch außerhalb Großbritanniens äußerst aktueller Zweiteiler zeigt das Leben und die Karriere junger Labour-Aktivisten von der Studienzeit in Manchester bis ins politische Zentrum von Westminster und den Kampf der Partei um die Macht. Geschickt verflechtet Kosminsky ("Warriors - Einsatz in Bosnien", "Weißer Oleander") den Weg seiner fiktiven Figuren mit dem realen politischen Hintergrund und dokumentarischen Politikerstatements. Auf besondere Weise bekommt der Zuschauer einen Blick hinter die Kulissen einer Partei, die sich innerhalb weniger Jahre von der klassischen Arbeiterpartei in die medienwirksame Stimme der englischen Mittelklasse verwandelt hat. Doch bald schon folgte auf die Hoffnungen des Wahlsiegs 1997 die Ernüchterung. Proteste gegen die umstrittenen Seiten der Umsetzung der "neuen Labour-Ideologie" wurden laut.