Nach über 20 Jahren gilt der psychopathische Mörder Norman Bates als geheilt und wird aus der Psychiatrie entlassen. Lila Loomis, die Schwester eines seiner Opfer, protestiert vergeblich gegen seine Freilassung. Norman kehrt in sein Haus zurück und nimmt einen Job als Küchenhilfe in einer Kneipe an. Dabei lernt er die quirlige Kellnerin Mary kennen, die gerade von ihrem Freund auf die Straße gesetzt wurde. Norman will ihr ein freies Zimmer in seinem Motel anbieten, muss jedoch feststellen, dass der Verwalter Warren Toomey hier ein zwielichtiges Stundenhotel eingerichtet hat. Norman feuert Toomey und bittet Mary, einstweilen in seinem Haus nebenan zu übernachten. Kaum tritt die attraktive junge Frau über die Schwelle, da spürt Norman wieder die unheimliche Gegenwart seiner Mutter.

Nur stellenweise gelungene Forstsetzung des Hitchcock-Psycho von Richard Franklin, der Anthony Perkins einmal mehr in der Rolle zeigt, auf die er Zeit seines Lebens abonniert war: die des psychopathischen Einzelgängers. Perkins hatte immer wieder bedauert, dass er aufs Rollenfach des schüchternen Mörders festgelegt worden sei, doch hat er seine Berufung als Schauspieler auch einmal als "Zuflucht" bezeichnet: "Ich wollte nicht selbst etwas werden, aber ich fühlte mich wunderbar glücklich, jemand anders zu sein." An Perkins' Seite ist die junge Meg Tilly zu sehen, die 1960, als "Psycho" in die Kinos kam, geboren wurde. Da sie als Kind keine Filme gucken durfte, was sie sich nicht über die Bedeutung dieser Fortsetzung im Klaren und wundere sich bei den Dreharbeiten, dass die Presse ihre gesamte Aufmerksamkeit Perkins widmete. Als sie dies einmal am Set nachfragte, reagierte Perkins äußert unwirsch, sprach nicht mehr mit seiner Kollegin und forderte sogar deren Absetzung, obwohl schon die Hälfte aller Szenen im Kasten waren.

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