Der skrupellose und habgierige Bandit Joe Daylight hat zusammen mit seinen Kumpanen Doc, Kid und Henri eine Bank überfallen. Statt die Beute zu teilen, erklärt Daylight seinen gereizten Freunden, er habe in Mexiko eine Ranch gekauft, auf der ein lukratives Geschäft für alle warte. Zähneknirschend folgen die finsteren Typen ihrem Anführer nach Casa Grande, begleitet von einem geheimnisvollen mexikanischen Revolverhelden, den alle nur "den Reisenden" nennen. Casa Grande erweist sich als ein heruntergekommener Besitz, der jedoch umgeben ist von reichen Ranchern, deren Viehbestand von dem mexikanischen Banditen Rojo regelmäßig dezimiert wird. Mithilfe seiner zielsicheren Schützen kann Daylight sich als edelmütiger Beschützer aufspielen, der den Kampf gegen Rojos Übermacht aufnimmt. Keiner der Nachbarn ahnt, dass Daylight die verlustreiche Schlacht nur mit einem einzigen Hintergedanken führt: Er will die Rancher dazu bringen, all ihr Vieh zusammenzutreiben. Daylight will ihnen ihre Herden wegnehmen um sie über die Grenze nach Amerika zu bringen. Dort herrscht nach dem Bürgerkrieg Fleischmangel, sodass man mit dem erbeuteten Vieh ein Vermögen machen kann

"Pulverdampf in Casa Grande" ist eine der letzten Arbeiten von Regieveteran Roy Rowland ("Schlucht des Verderbens", "Blutiger Staub"), der gegen Ende seiner Karriere insgesamt drei Western für MGM in Spanien drehte. Nach einem Buch des Western-Autors Borden Chase ("Red River", "Winchester '73", "Mit stahlharter Faust") entstand ein Spätwerk, das zwar um psychologische Figurenzeichnung bemüht ist, doch die Story ist einfach zu einfallslos und vorhersehbar, um überzeugen zu können. Achten Sie auf Steve Rowland (s. Foto l.), Sohn des Regisseurs, in der Rolle des Revolverhelden Kid!

Foto: ZDF/MDR/Degeto