Für den kleinwüchsigen Kurierfahrer Bomber ist klar, dass die Tour nach Paris seine letzte sein wird. Doch dass er dabei auf zwei Menschen trifft, die sein Leben nachhaltig verändern, konnte er nicht ahnen. Das ist zum einen die hübsche, blinde Europe, die ausgeraubt wurde und nun eine kostenfreie Mitfahrgelegenheit nach Berlin sucht. Dort nämlich hofft die Schwangere den Vater ihres Kindes zu finden. Zum anderen ist da der stumme, gut genährte Bruno, der in Berlin die Spuren seiner Vergangenheit ausfindig machen will. Beiden kommt der herzensgute, wenn auch mit Berliner Schnauze permanent lamentierende Bomber gerade recht ...

Auch wenn das komödiantisch gemeinte Roadmovie auf dem Max Ophüls Filmfestival von Saarbrücken den Publikumspreis gewinnen konnte, sagt dies wenig über die Qualität des Films aus. Zugegeben: ein paar Gags sind durchaus witzig, doch insgesamt stimmt an der hanebüchenen Geschichte überhaupt nichts, der dauerlabernde Protagonist nervt ebenso wie die erkennbar billige, wenig kinogerechte Umsetzung von Spielfilmdebütant Felix Stienz.



Foto: Stefan Höderath/strangenough pictures/One Two Films