Als sich Pakistan 1947 von Indien abspaltet, verliert der Sikh Umber Singh alles, weil er sein Heimat verlassen muss. Der Vater dreier Töchter ist von dem Wunsch besselt, einen männlichen Nachfolger zu bekommen. Das zumindest würde sein Ansehen wieder deutlich steigen lassen. Als seine Frau aber eine weitere Tochter zur Welt bringt, entschließt er sich, das Mädchen als Jungen aufwachsen zu lassen. Erst als viele Jahre später die Hochzeit seines "Sohnes" Kanwar mit einem hübschen Mädchen ansteht, muss man sich dem Etikettenschwindel stellen ...

Was vielleicht eine sympathische Abrechnung mit dem indischen Kastenwesen und der minderwertigen Betrachtung von Frauen innerhalb der indischen Gesellschaft hätte werden können, entpuppt sich schnell als nervig-westliche Ausbetrachtung. Zudem ist die deutsche Synchronisation derart hölzern, dass man schnell die Lust verliert, dem seltsamen Treiben weiter zuzuschauen. Hinzu kommt, dass viel zu wenig erklärt wird, worin gewisse Probleme überhaupt bestehen bzw. welche Bedeutung etwa auch der Musik zukommt. Hier ging es wohl eher darum, exotisch-buntes Treiben in Szene zu setzten, denn eine nachvollziehbare Dramatik zu entwickeln. Hinzu kommen viele filmische Unzulänglichkeiten wie etwa schlechte Umschnitte oder ein asynchroner Musikeinsatz, die nicht gerade zum Gelingen beitragen.



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