Der Matrose Georges Querelle kommt nach Brest. Als er dort ein Bordell besucht, wird er schnell für alle zum Objekt sexueller Begierde. Doch Georges spinnt teuflische Intrigen und ermordet erst einmal seinen Schmuggelkomplizen. Als den homosexuellen Gil kennenlernt und erfährt, dass dieser ebenfalls einen Mord begangen hat, bändelt er mit ihm an, um ihm auch den von ihm begangenen Mord anzuhängen und der Polizei auszuliefern ...

Das letzte Werk von Rainer Werner Fassbinder quillt vor Metaphern über und zeigt eine bunte Welt, in der die Homosexualität gepriesen wird. Dabei orientierte sich der Ausnahme-Regisseur sehr nah an dem Roman "Querelle" von Jean Genet (abgesehen vielleicht von den Tagebucheintragungen mittels Sprachrekorder). Doch Fassbinders Version macht es dem Betrachter ebenso wenig leicht wie Genet dem Leser: wirre Beziehungsgeflechte, nicht immer nachvollziehbare Machtspielchen und unnötige Freizügigkeiten nerven zeitweise extrem.

Foto: Studiocanal