Jasmin ist zwölf und muss gerade damit klarkommen, dass ihre Eltern wieder einmal mal mit ihr wegziehen, diesmal nach Singapur. Durch Zufall findet sie in den Umzugswirren heraus, dass sie adoptiert wurde. Jasmin nimmt es Sylvie und Jochen übel, dass sie ihr diese Wahrheit so lange verschwiegen haben. Sie will wissen, wer ihre leibliche Mutter ist, aber von den Eltern erfährt sie nichts. Mit charakteristischer Hartnäckigkeit macht sich Jasmin auf die Suche. Dabei entdeckt sie, dass sie eine drei Jahre ältere Schwester hat. Sie reißt von zu Hause aus und findet Miriam, die sich selbst Zora nennt, in einem Erziehungsheim. Zora ist als Ausreißerin bekannt, die am liebsten auf der Straße lebt und weder vor Kleinkriminalität noch vor aggressivem Verhalten zurückschreckt. Von einer spontanen Zuneigung zur kleinen Schwester kann nicht die Rede sein, aber Zora nutzt Jasmins Auftauchen, um mal wieder aus dem Heim abzuhauen. Obwohl sie nichts von einer gemeinsamen Suche nach der Mutter wissen will, gelingt es Jasmin, sie dazu zu bewegen, ihren dürftigen Erinnerungen nachzugehen. Von der Polizei gesucht und Zoras Straßenerfahrungen nutzend, beginnen sie mit ihrer Suche in einem Fotoladen in Dortmund, wo sie immerhin einen Nachnamen erfahren. Systematisch klappert Jasmin alle Kandidaten ab. Es geht ihr nicht nur darum, die Mutter zu finden, sie will auch die große Schwester nicht gleich wieder verlieren, sondern besser kennen lernen. Die ist erst mit der Zeit bereit zuzugeben, dass die ernsthafte Kleine so uncool gar nicht ist. Je länger die Suche dauert, desto näher kommen sich die so verschiedenen Außenseiterinnen.