Die vier Freundinnen Cécile, Bijou, Muriel und Lola sind zwar grundverschieden, aber eines haben sie gemeinsam: zu wenig Geld. Warum also nicht mit einem kleinen Bankraub der ewigen Ebbe im Portemonnaie ein Ende bereiten? Kurzerhand führt Berufsschullehrerin Cécile ihre Klasse auf Besichtigungstour durch ein Geldinstitut, bei dem sie bereits tief in der Kreide steht. Bereitwillig plaudern die Angestellten denn auch die notwendigen Informationen aus, den Rest besorgen ihre aufgeweckten Schüler. Mit Hilfe diverser Belmondo-Videos bereiten sich die vier Frauen dann auf die Durchführung ihres ersten Coups vor, der auch tatsächlich gelingt. Da das Geld jedoch nicht weit reicht, wird schon bald der zweite Überfall geplant. Und dieses Mal sorgen sie der Polizei zuliebe auch für vier Verdächtige: vier Männer, an denen sie sich schon lange rächen wollten...

Regisseur Jean-Paul Salomé ("Belphégor - Das Phantom des Louvre") bürstet hier hinlänglich bekannte Rollenklischees unterhaltsam gegen den Strich, zumal nicht Männer, sondern gleich vier Frauen mit Waffengewalt für ihren Lebensunterhalt sorgen. Mit Knarre und Köpfchen sorgen sie für etwas ausgleichende Gerechtigkeit, und dabei vergessen sie vor allem eines nicht: Keine Gnade für die männlichen Despoten, die ihnen Tag für Tag das Leben schwermachen. Im Vergleich zu dem amerikanischen Streifen "Set It Off" - hier ziehen auch vier bewaffnete Frauen los, um an Geld zu kommen - nimmt sich diese französische Variante weniger ernst.