Schulaussteiger Carl wird 1966 zwecks Praktikum an Bord des Schiffes geschickt, das den Piratensender "Radio Rock" beherbergt. Ein Bekannter seiner Mutter betreibt den Sender, der im Gegensatz zu den normalen Radio-Stationen ausschließlich die neuartige Rockmusik spielt. Carl findet unter den kuriosen Crew-Mitgliedern, angefangen beim amerikanischen DJ The Count bis zur britischen Radio-Legende Gavin, nicht nur musikalische Inspirationen, sondern auch eine Menge Freunde. Doch die konservativen Kräfte im Lande wollen "Radio Rock" den Garaus machen ...

Was sich nach einer witzigen Hommage an die Anfänge von Piratensendern anhört, entpuppt sich als ziemlich flache Bebilderung einer vergangenen Ära mit allen erdenklichen Klischees. Um einen Compilation-Soundtrack herauszubringen, wurde hier nur versucht, das Ganze möglichst skurril gleich einer Parade zu bebildern. Da ist es oft auch egal, dass Songs gespielt werden, die erst Jahre später geschrieben wurden. Schade, mit dem Schauspieler-Potential hätte man einen richtig guten Sixties-Film machen können. Doch Regisseur und Autor Richard Curtis hat schon mit "Tatsächlich ... Liebe" gezeigt, dass er zwar kurze Episoden, aber keine Spielfilmlänge füllen kann. Was bleibt: gute Darsteller und ein paar gute Momente.

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