Paraguay, ein Land im Umbruch. Noch vor zwei Jahrzehnten war die Landwirtschaft ursprünglich und vielfältig, heute jedoch ist der südamerikanische Binnenstaat der viertgrößte Exporteur gentechnisch veränderter Sojabohnen weltweit. Geliefert wird vor allem nach Europa und Asien. Und der Bedarf an Soja wächst weiter. Neben der Verwendung als Roh- und Grundstoff für Lebensmittel, -zutaten und -zusatzstoffe wird es vor allem als Futtermittel in der Massentierzucht aber auch für die Herstellung von Biokraftstoff verwendet. Doch die Kleinbauern Paraguays, die Campesinos, zahlen dafür einen hohen Preis, denn der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bedroht ihre Ernten und damit ihre Existenz …

Das Filmemacher-Duo Bettina Borgfeld und David Bernet zeigen in ihrem unkommentierten Dokumentarfilm nicht nur den engagiert geführten Überlebenskampf der Kleinbauern, sondern zeigen auch die globalen Auswirkungen, die der Einsatz modernster Gentechnik im 21. Jahrhundert auf Mensch und Natur hat. Die Auswirkungen für die Kleinbauern sind dramatisch, ihnen fehlt fruchtbares Land um Grundnahrungsmittel anzubauen, auf die sie dringend zum Überleben angewiesen sind. Die genetisch veränderten Sojapflanzen und der massive Einsatz von Herbiziden stören empfindlich das ökologische Gleichgewicht, die Vielfalt von Pflanzen und Kulturen wird zerstört. "Raising Resistance" zeigt die verschiedenen Perspektiven des Soja-Konfliktes auf, lässt die Zuschauer die Auseinandersetzungen vor Ort und den Kampf der Kleinbauern um ihre Existenz hautnah miterleben. Neben den Campesinos kommen weitere Betroffene und Beteiligte zu Wort, darunter brasilianische Soja-Großbauern, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in Paraguay leben, Gentechniker, Investoren/Spekulanten und der Präsident Paraguays, Fernando Lugo.



Foto: Pandora