Nach Ende des Zweiten Weltkriegs beginnt für "Trümmerfrau" Kati die lange Zeit des Wartens auf ihren in Russland verschollenen Mann. Auf dem Heimkehrerbahnhof lernt sie Hans kennen und verliebt sich in ihn. Doch eines Tages steht plötzlich ihr Mann vor der Tür ...

Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann Joseph Vilsmaier knüpft mit diesem Stück opulenten Erzählkinos an seine Romanverfilmung "Herbstmilch" an, die er ebenfalls mit seiner Ehefrau Dana Vávrová und Werner Stocker in den Hauptrollen verwirklichte. Damit schaffte Vilsmaier erneut das, woran andere deutsche Filmemacher scheiterten: Er drehte einen Heimatfilm ohne seichten Enziangeruch und banales Liebesgesäusel. Vilsmaier vermied bewusst lange Dialoge und setzte vielmehr auf gefühlsbetonte Bildsprache. "Heimat", so sagte er einmal, "ist das Biotop eines jeden Menschen." Übrigens: "Rama dama" bedeutet aus dem Dialekt übersetzt soviel wie "Räumen tun wir" und war die Hoffnungsparole der deutschen Trümmerfrauen nach dem Krieg.

Foto: Senator