Bill Williamson hat die Schnauze voll. Nicht nur sein aussichtsloser Job kotzt ihn an, sondern auch die ganze Welt und die momentanen Probleme, vom Welthunger über die globale Erwärmung bis zum Konsumdenken seiner unerträglich gewordenen Mitmenschen. So will er ein blutiges Zeichen setzen, bewaffnet sich bis unter die Zähne und beginnt eine wahre Tötungsorgie ...

Hart, äußerst brutal und schonungslos greift Dr. Uwe Boll hier noch einmal das Thema seines dritten Films "Amoklauf" von 1994 auf. Dabei schildert er die Hauptfigur allerdings nicht als typisch durchgeknallten Bösewicht, sondern als jemanden, dessen Handlung sogar nachvollziehbar ist. Wäre das Ganze weniger zynisch und drastisch, man hätte es mit einem ernsthaften Versuch zu tun, sich mit den immer mehr zunehmenden Amokläufen auseinander zu setzen. So bleibt es ein wohl bewusst kontrovers inszenierter Ballerfilm.

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