13. Januar 2011, Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz: 24 Wissenschaftler betreten den Kontrollraum des Teilchenbeschleunigers am Kernforschungsinstitut CERN. Doch am Ende der Nachtschicht sind 23 von ihnen spurlos verschwunden, lediglich Professor Konstantin Carus scheint den mysteriösen Vorfall überlebt zu haben. An einem unbekannten Ort wird Carus deshalb von Staatsanwalt Robin Spector und der Kriminalbeamtin Sophia Dekkers verhört. Der undurchsichtige Antoine protokolliert die Ereignisse ...

Ein kammerspielartiger Thriller mit Mystery-Elementen von "Tatort"-Routinier Thomas Bohn ("Tatort - Tod im All", "Tatort - Das schwarze Haus") nach eigenem Drehbuch. In Eigenproduktion ohne Förderung und ohne großen Verleih für gerade einmal 100000 Euro realisiert, konnte Bohn auf eine durchaus prominente Besetzung zurückgreifen: Heiner Lauterbach gibt den überlebenden Professor gewohnt routiniert, während Godehard Giese als recht merkwürdiger Protokollant gefällt. Dagegen fallen Max Tidof und Annika Blendl deutlich ab, zu gewollt und angestrengt wirken ihre Darstellungen. Professionell in Szene gesetzt, überzeugt besonders der spannende Beginn, doch mit zunehmender Laufdauer kann diese Spannung nicht gehalten werden. Trotzdem ist dies ein gelungenes Experiment!



Foto: Indie-Stars/Stefanie Grewel