US-Staranwalt Jack Moore feiert in Peking den Abschluss eines großen Deals mit dem Medienunternehmer Lin Shou. Als er am nächsten Morgen in seiner Suite erwacht, liegt das schöne Model Hong Ling, mit dem er die Nacht verbrachte, ermordet in seinem Bett. Moore wird verhaftet und bekommt die Pflichtverteidigerin Shen Yuelin zur Seite gestellt. Schon bald stossen die beiden auf erste Ungereimtheiten und schließlich auf ein regelrechtes Komplott ...

Regisseur Jon Avnet drehte dieses anti-chinesische Plädoyer für Demokratie, das am besten durch die bekannte Weisheit gekennzeichnet ist: "gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht". Nach dem Wegfall des alten, in Hollywood gern genutzten Feindbildes des "bösen Russen" nahm sich Avnet also die Chinesen vor. Kein Wunder, dass man ihm in Peking die Drehgenehmigung verweigerte. Also muusten etwa Häuser detailgetreu nach gebaut und Stadtszenen mittels Computer eingefügt werden. Als Hauptdarsteller konnte Avnet Hollywood-Beau Richard Gere verpflichten, der seit der Oscar-Verleihung 1993, bei der er die chinesische Tibet-Politik anprangerte, in China persona non grata ist. So entstand schließlich ein wilder und unausgegorener Mix aus "Auf der Flucht" (Verdächtiger flüchtet, um Unschuld zu beweisen), "Midnight Express" (Knastinsasse wird misshandelt) und gängigen Gerichtsdramen.

Foto: ZDF/Karl Walter Lindenlaub