Jackie arbeitet in Glasgow bei einer städtischen Überwachungsfirma und verfolgt mehr oder weniger gelangweilt via Bildschirm das bunte Treiben in der Stadt. Als sie eines Tages jenen Mann auf dem Bildschirm entdeckt, den sie am liebsten aus ihrem Leben gestrichen hätte, gerät ihr Leben aus der Bahn, weil sie versucht, ihn zu finden. So begibt sie sich auf einen albtraumhaften Trip durch die dunklen Straßen der schottischen Stadt und gleichzeitig in die finsteren Windungen ihres Gehirns...

Ein Mix aus Thriller und Drama zwischen Selbstfindung und Großstadt-Tristesse. Debütantin Andrea Arnold gelang ein über weite Strecken fesselndes Porträt einer jungen Frau und ihrer verdrängten Vergangenheit. Am Beispiel der Protagonistin taucht sie in menschliche Abgründe, die den Betrachter sehr unangenehm berühren. Interessantes am Rande: Dies ist der erste Teil der Trilogie "Advance Party", die von Lars von Trier ins Leben gerufen wurde. Ähnlich wie bei seinem einstigen Dogma-Manifest müssen auch hier bestimmte Regeln eingehalten werden. Drei Filmemacher drehen drei unabhängige Filme, in denen stets dieselben neun Figuren vorkommen, die wiederum von den gleichen Mimen verkörpert werden. Alle Filme spielen in Schottland. Die Figuren wurden von den dänischen Filmemachern Anders Thomas Jensen ("Adams Äpfel") und Lone Scherfig ("Wilbur Wants to Kill Himself") entwickelt.

Foto: Fugu