Der in den USA berühmte Late-Night-Talker Bill Maher wollte wissen, was die Religiosität eines Menschen ausmacht. Denn er kann als rational denkender Mensch nicht glauben, woran andere ernsthaft glauben. So enttarnt er seltsame Rituale, hinterfragt, ob man wirklich glaubt, beim Abendmahl das Blut Christi zu trinken oder ob tatsächlich nach dem Märtyrertod Jungfrauen im Jenseits auf einen warten. Und wenn ja, wie viele?

"Borat"-Regisseur Larry Charles begleitete den Satiriker Maher auf seinem spirituellen Trip der anderen Art durch die Welt. Dabei treffen sie auf naive Christen, gewiefte Trickser, die den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, beobachteten eine Jesus-Parade im Freizeitpark, einen Amsterdamer Cannabis-Priester im THC-Rausch, TV-Priester im Goldkettchen-Look und allerlei seltsame Gläubige. Der spitzzüngige und überaus bissige Maher beweist sich dabei als wenig gottesfürchtig. So entstand ein Spiegel der (gläubigen) Gesellschaft, bei dem dem Zuschauer der eine oder andere Brüller auch schon mal im Halse stecken bleibt. Der Titel ist übrigens eine Wortschöpfung aus den Worten "religious" (=religiös) und "ridiculous" (=lächerlich). Einfach stark, weil zeitweise fast unglaublich!

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