Eine Gruppe von sechs Gaunern - sie wurden alle unter falschen Namen für den Job angeheuert - ist bei einem Diamantenraub von der Polizei überrascht worden, kann aber noch in eine Lagerhalle fliehen. Hier beginnt eine bittere Abrechnung, denn einer von ihnen muss ein Verräter sein. Derweil zwei von ihnen infolge der Verletzungen im Sterben liegen, foltern die anderen einen Polizisten. Ohne neue Erkenntnisse. So beginnt bald ein brutales Spiel, bei dem jeder jeden verdächtigt - mit tödlichen Folgen ...

Das brillante Regie-Debüt des mittlerweile sehr gefragten Quentin Tarantino, der hier in Rückblenden eine treffsichere Gangster-Charakterisierung abliefert. Der Psychotrip zeigt zwar oft recht krasse Szenen und die Gangster waten in Blut, doch derlei Blutorgien machen durchaus Sinn. Denn es ist nun mal nicht schön, wenn jemand verblutet. Tarantino bewegt sich hier gekonnt auf den Spuren von Meisterregisseuren wie Sam Peckinpah, Martin Scorsese oder auch Jean-Pierre Melville. Hervorragend spielende Darsteller tragen entscheidend zum Gelingen dieser Ganoven-Hölle bei.

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