Ein kleines Dorf irgendwo in Thüringen: Der zehnjährige Ricky ist ein glühender Anhänger des Kampfsports Kung Fu, mit seinem imaginären Trainingspartner Xi Lao Peng übt er heimlich die Technik seines Lieblingssports. Besonders vor seinem älteren Bruder Micha hütet Ricky dieses Geheimnis, würde ihn Micha bei seinen Freunden doch lächerlich machen wollen. Als eines Tages die eigenwillige Alex mit ihrer Mutter ins Dorf zieht, ist es mit der Ruhe für Ricky dahin, denn er soll für Micha mehr über das Mädchen herausfinden. Noch komplizierter wird die Situation, als sich nach Micha auch Ricky in Alex verliebt ...

Filmemacher Kai S. Pieck ("Ein Leben lang kurze Hosen tragen") tauchte hier in die Abgeschiedenheit eines thüringischen Dorfes ein und zeigt die Erlebnisse eines Zehnjährigen, der die erste Liebe erfährt. Von dem jungen Rafael Kaul in seiner ersten Kinorolle überzeugend verkörpert, krankt die Geschichte, die nach dem Drehbuch von Hannes Klug in Herschdorf im Landkreis Ilmenau entstand, an den vielfältigen Problemfeldern, die thematisiert werden. Da geht es um die Probleme, wenn Kinder größer werden, um die Rivalität zweier Brüder, um Konflikte in der Familie, die von Sorgen um die Existenz gepeinigt wird. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen, zumal die Figurenzeichnungen - sieht man von den drei Hauptakteuren - ab, sehr oberflächlich bleiben. Achten Sie auf Jordan Elliot Dwyer, jüngerer Bruder von Alice Dwyer, in der Rolle des Micha.



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