In den Dreißigerjahren zeigt sich Michael O'Sullivan als liebevoller Familienvater. Doch den Lebensunterhalt sichert er sich und den Seinen als skrupelloser Killer für die irische Mafia. Als sein Sohn Michael jr. Zeuge wird, wie sein Vater mit einem Kollegen offenbar abtrünnig gewordene Mafiosi ermordet, zerbricht seine Welt. Dummerweise will der Sohn des Big-Boss nicht glauben, dass der Junge den Mund hhält und schleicht sich in Sullivans Haus und ermordet dessen Ehefrau und jüngsten Sohn. Jetzt beginnt Sullivan einen erbarmungslosen Rachefeldzug gegen den Mörder...

Oscar-Preisträger Sam Mendes ("American Beauty") entwickelte nach dem gleichnamigen graphischen Roman von Max Allan Collins ein düsteres, sehr gut gespieltes und fotografiertes Gangster-Epos, das eindrucksvoll die finsteren Dreißigerjahre aufleben lässt und Tom Hanks einmal als Bösewicht präsentiert. Zwar ist die brillante Vorlage dichter, düsterer und brutaler - es wird wesentlich deutlicher, warum Sullivan von allen gefürchtet wird -, doch Mendes zieht durch Schaffung zusätzlicher Figuren - wie etwa der von Jude Law gespielte Killer - die Spannungsschraube gewaltig an. Conrad Hall wurde 2003 für seine hervorragende Kameraarbeit mit dem Oscar ausgezeichnet.

Foto: Fox