Die junge Amerikanerin Katie Armstrong will ihre Abschlussarbeit ihres Kriminalpsychologie-Studiums ausgerechnet über die bizarren Ereignisse um jenen Mann schreiben, der vor allem von der bunten Presse als "Kannibale" sensationslüstern vermarktet wurde: Via Internet hatte Oliver Hartwin ein Opfer gesucht, dass sich verspeisen lassen will. Daraufhin hatte sich tatsächlich jemand gemeldet. Katie beginnt ihre Nachforschungen in Hartwins Heimatort ...

Der Film versucht krampfhaft, die mediale Ausschlachtung der bizarren Form des Kannibalismus (natürlich inspiriert von wahren Ereignissen um den Rothenburger Armin Meiwes) auf den Grund zu gehen, stolpert dabei aber permanent über die eigenen Unzulänglichkeiten von Video-Clip-Filmer Martin Weisz ("The Hills Have Eyes 2"). Mit der Besetzung von Thomas Kretschmann und Keri Russell ist ihm durchaus ein kleiner Coup gelungen – mit dem Film aber leider nicht. Alle Erklärungen scheitern ebenso kläglich wie seinerzeit die Versuche der Presse. Durch eine einstweilige Verfügung wurde eine zeitnahe Veröffentlichung des Films verhindert. Das Werk hätte durchaus im Mottenschrank vermodern dürfen!

Foto: Prokino