Die beinahe unglaublichen Lebensstationen des renommierten Filmemachers Roman Polanski: Als Kind das Krakauer Ghetto überlebt, begann Polanski seine Filmkarriere mit kleinen, aber feinen Filmen in seiner Heimat Polen. Die ebneten ihm den Weg über Paris nach Hollywood. Dort wurde er mit einem Oscar gekrönt, verlor aber auch seine schwangere Frau Sharon Tate durch einen bestialischen Mord, verübt von Mitgliedern der Charles-Manson-Sekte. 1977 folgte dann seine Verhaftung – er hatte mit anderen zusammen eine Minderjährige unter Drogen gesetzt und missbraucht – und die anschließende Flucht aus den USA, um einer Haftstrafe zu entgehen. Die Schatten dieser Straftat verfolgen ihn und seine Frau Emmanuelle Seigner bis heute. Dennoch schaffte es der Regisseur bis heute, immer wieder mit ungewöhnlichen Werken zu überzeugen.

Dokumentarfilmer Laurent Bouzereau zeichnet mit Filmausschnitten, Pressebildern, Fotos und Aufnahmen von Filmsets einzelne Stationen von Polanskis bewegtem Leben nach und zeigt darüber hinaus den Menschen und Künstler in vielen persönlichen Gesprächen mit seinem Freund, dem Produzenten Andrew Braunsberg. Aufgezeichnet wurden die Gespräche während Polanskis unfreiwilligen Aufenthalt in seinem Haus in Gstaad, wo er 2009 nach seiner Verhaftung auf dem Weg zum Züricher Film Festival monatelang unter Hausarrest der Schweizer Behörden stand, da die USA seine Auslieferung verlangten.



Foto: Eclipse