Zur Entstehungszeit der Dokumentation war Romy Schneider 27 Jahre alt, das Sissi-Image hatte sie abgelegt, die eigentliche Weltkarriere hatte trotz eines Hollywoodaufenthaltes und der Zusammenarbeit mit berühmten Regisseuren noch nicht richtig begonnen. 26 Filme mit ihr waren bis dato in den Kinos gelaufen, Luchino Visconti hatte sie in "Schade, dass sie eine Dirne ist" in Paris zu einem Triumph auf der Bühne geführt und mit ihr seine Episode in "Boccaccio 70" inszeniert, Otto Preminger war ihr Regisseur in "Der Kardinal" gewesen, der große Orson Welles hatte sie für seine Kafka-Verfilmung "Der Prozess" geholt - ein Erlebnis, das sie tief geprägt hat. Das Melodrama "Schornstein Nr. 4" mit Michel Piccoli, ihrem späteren Partner in Welterfolgen wie "Die Dinge des Lebens" oder "Das Mädchen und der Kommissar", war gerade abgedreht.

Doch die junge Schauspielerin zweifelte an sich selbst, sie litt unter der Publicity, die sich mehr mit ihrem Privatleben oder mit ihrem Welterfolg "Sissi" beschäftigte als mit der ernstzunehmenden Künstlerin Romy Schneider. Otto Preminger hatte ihr bestätigt, dass sie das Zeug zum Weltstar besaß, doch sie verweigerte sich vielen Angeboten, von Selbstzweifeln gequält. Syberberg bietet hier einen faszinierenden Einblick in die damalige Seelenwelt der Schauspielerin. Dabei vertraut er vor allem auf ihr ausdrucksstarkes Gesicht und ihre eigenen Kommentare.